Ausgangssituation und Beschwerden
Ein Patient stellte sich mit einer ausgeprägten inneren Unruhe, Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen sowie einem Restless-Legs-Syndrom (RLS) vor. Zusätzlich berichtete er über ein dauerhaftes Gefühl von „Getriebenheit“ und innerer Anspannung.
Bei ihm war bereits zuvor eine adulte ADHS diagnostiziert worden. Zeitweise erfolgte eine medikamentöse Behandlung mit Methylphenidat (Medikinet), die der Patient jedoch auf eigenen Wunsch schon länger beendet hatte. Die für ihn typische Symptomatik – insbesondere das „dauerhaft Hibbelige“, die innere Unruhe und die eingeschränkte Fokussierbarkeit – waren ihm daher aus eigener Erfahrung gut vertraut.
Auch körperlich war er deutlich eingeschränkt: Selbst moderate Belastungen wie Joggen waren aktuell nicht möglich.
Ganzheitliche Betrachtung und erste Hinweise
Im Rahmen meiner ganzheitlichen Betrachtung empfahl ich dem Patienten, neben den klassischen medizinischen und psychotherapeutischen Faktoren auch mögliche Umwelteinflüsse im häuslichen Umfeld zu berücksichtigen.
Er besuchte daraufhin einen Vortrag zur Baubiologie.
Bereits eine kleine Veränderung – das Ausstecken einer Lampe im Schlafzimmer – führte zu einer überraschenden Verbesserung seines Schlafes. Diese Erfahrung motivierte ihn, eine umfassende baubiologische Untersuchung durchführen zu lassen.
Ergebnisse der baubiologischen Untersuchung
Die Untersuchung des Schlafplatzes zeigte mehrere relevante Belastungsfaktoren, darunter erhöhte elektrische Wechselfelder, deutlich erhöhte hochfrequente Strahlung sowie elektrostatische Effekte durch synthetische Materialien. Teilweise lagen die Werte im Bereich stark bis extrem auffällig.
Durch gezielte Maßnahmen konnte die Belastung im Schlafbereich deutlich reduziert werden.
Innerhalb weniger Wochen berichtete der Patient über eine bemerkenswerte Entwicklung: Die innere Unruhe habe sich deutlich reduziert, das Restless-Legs-Syndrom sei um etwa 80 Prozent gebessert, die ADHS-typische Unruhe nahezu verschwunden. Konzentration und Leistungsfähigkeit hätten sich verbessert, ebenso der Schlaf.
Seine eigene Beschreibung: Es gehe ihm „um Welten besser“.
Entwicklung nach der Veränderung des Schlafumfeldes
Dieses Fallbeispiel zeigt, dass das Nervensystem nicht nur auf psychische und biochemische Faktoren reagiert, sondern auch auf Umweltreize. Gerade der Schlafplatz spielt eine zentrale Rolle für Regeneration und Stabilisierung.
In meiner Arbeit betrachte ich Gesundheit daher immer auch im Kontext des Lebensumfeldes.

